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Dienstag, 2. Oktober 2012

Galerie-Neuwerk-TBM-montage

Fildertunnel

Bahnprojekt Stuttgart – Ulm

Bilder Galerie


Das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm liegt auf der europäischen Ost-West-Magistrale Paris – Budapest. Es unterteilt sich in die beiden Großprojekte „S21 – Neuordnung Bahnknoten Stuttgart“ mit dem Bau des neuen, tiefer gelegten Hauptbahnhofs sowie die „Neubaustrecke Wendlingen – Ulm“. Mit dem Bau des Hauptbahnhofs als Durchgangsbahnhof und der Anbindung an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz verkürzen sich die Reisezeiten im Regional- und Fernverkehr signifikant.
Für den zweiröhrigen 9,5 Kilometer langen Fildertunnel vom neuen Hauptbahnhof Stuttgart bis auf die Filderebene und zum Flughafen liefert Herrenknecht eine umbaubare Multi-Mode-TBM mit einem Schilddurchmesser von 10,82 Metern. Im oberen Abschnitt des Fildertunnels arbeitet sie im geschlossenen Modus mit Schneckenförderung, im unteren Fildertunnel im offenen Modus mit Förderbandaustrag. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Gesteinsschichten: Die Maschine muss Stubensandstein und Knollenmergel sowie unausgelaugten Gipskeuper durchdringen. Sie überwindet eine Höhendifferenz von insgesamt 155 Metern mit einem Gefälle bzw. einer Steigung von bis zu 2,5 Prozent. Nur auf ungefähr der Hälfte des Tunnels, in der geologischen Übergangszone, kommt die Maschine nicht zum Einsatz. Dort lösen Mineure das Material mit Bagger und Lockerungssprengungen aus dem Berg.
Nach der traditionellen Taufe der Maschine auf den Namen SUSE („Stuttgart-Ulm schneller erreicht“) im Juli 2014 und dem Vortriebsstart in Richtung Hauptbahnhof im November 2014 erreicht die TBM im März 2015 die 1.000-Meter-Marke. Der erste Bauabschnitt in der Oströhre wird nach gut 4 Kilometern Vortrieb bis zum Anfang der geologischen Übergangszone im November 2015 erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss steht die Demontage der Maschine im Tunnel an. Sie wird für den zweiten von insgesamt vier Vortrieben in der parallelen Weströhre fit gemacht, die wieder in Richtung Hauptbahnhof führt.
Um den komplexen Bauablauf, einschließlich der TBM-Demontage im gebohrten Tunnel, schnell und sicher realisieren zu können, war von Anfang an eine enge Kooperation aller Projektbeteiligten gefordert. Bei einem Schilddurchmesser von 10,82 Metern und einem Innendurchmesser des Tunnels von 9,6 Metern gelingt die Demontage und der Rücktransport zum Startportal nur deshalb im vorgegebenen Zeitrahmen, weil alle maschinentechnischen und logistischen Anforderungen vorab präzise geplant und anschließend auf der Baustelle umgesetzt werden.
Neben der Multi-Mode-TBM für den Fildertunnel liefert Herrenknecht einen EPB-Schild, der mit dem Boßlertunnel einen 8,8 Kilometer langen Abschnitt des Albaufstiegs in Richtung Ulm bohrt.
Das Hauptlager der Tunnelbohrmaschine von Herrenknecht für den Bau des Fildertunnels wurde in der Nacht von Donnerstag, 12. Dezember 2013, auf Freitag, 13. Dezember 2013 zum Tunnelportal auf den Fildern gebracht.
Multi-Mode-TBM, umbaubar von Schneckenförderung auf offenen Modus mit Förderbandaustrag
Schilddurchmesser: 10,82 m
Schneidradleistung / Antriebsleistung: 4.200 kW
Länge TBM: 120 m
Gewicht TBM: 2.000 t
Außendurchmesser Tunnel: 10,50 m
Innendurchmesser Tunnel:
Oberer Fildertunnel (Richtung Portal Filder): 9,60 m, Tübbingstärke 45 cm
Unterer Fildertunnel (Richtung Hauptbahnhof): 9,30 m, Tübbingstärke 60 cm
Tunnellängen:
2 x 4.035 m (Oberer Fildertunnel)
2 x 3.630 m (Unterer Fildertunnel)





Standort: Fasanenhof-Ost, 70567 Stuttgart, Deutschland
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